Archiv für November 2010

Was wurde schon großartiges besprochen

Zusammenfassung der 7. StuPa-Sitzung

Unser hohes Gremium hat bei der 7. Sitzung weitgehend die Öffentlichkeit ausgeschlossen um sich vor allem den TOP 1.5 interne Aussprache über Nachrückverfahren und TOP 2.1 interne Aussprache über die Rechtssache HVB zu widmen. Die Konsequenzen in beiden Punkten sind wohl der Mehrheit der Abgeordneten auch nicht schlüssig, wobei vor allem bei Ersterem offene Ignoranz und bei Zweitem Unschlüssigkeit sich einzuarbeiten vorherrscht.

Zum Nachrücken empfehle ich unsere Stellungnahme, die sich offensiv gegen ein listenübergreifendes Nachrücken ausspricht, da so der Wählerwille ad absurdum geführt wird. Ein Blick in die WO-Studierendenschaft würde jeden von der Richtigkeit überzeugen. Trotzdem wollen auch wir keinen Druck auf die Wahlleitung bezüglich ihrer freien Entscheidung üben und hoffen doch auf einen gemeinsamen Lösungsweg innerhalb des StuPas, dass sich heute für die Zukunft explizit gegen die Möglichkeit des listenübergreifenden Nachrückens ausgesprochen hat. (mehr…)

Professoren, Dekane und Präsidenten kochen auch nur mit Wasser

Ein kurzer Bericht der letzten Senatssitzung vom 3. November 2010.

Nach einleitenden Worten und der Abstimmung übers letzte Protokoll begann die neunte Sitzung des IX. Senats mit dem obligatorischen Kurzbericht des Präsidenten. Neben den aktuellen Erstsemestern (1715) und der Gesamtstudierendenzahl von 6200 Studierenden ist die Einrichtung eines Kompetenzzentrums Polonistik um einen neuen voll ausgestatteten Lehrstuhl, sowie die perspektivische Begleitung der Exzellenzinitiative am interessantesten. Hierbei wartet das Präsidium nun auf die Auswertung der ersten Bewerbungsrunde um dann, bei positiven Bescheid zwischen März und September 2011 die umfassenden Unterlagen einzureichen. Was die Studierendenschaft auch weiterhin kritisch begleiten wird.
Als erster inhaltlicher Punkt stand der Wirtschaftsplan auf der To, welcher geprägt ist durch zitierfähige Phrasen über das „hohe Maß an finanzieller Stabilität“, nach der Einleitung aber die zwischenzeitlichen Liquiditätsschwierigkeiten, die Ursachen und mögliche Lösungsvorschläge auch klar benennt. Wer sich für die Finanzierung der Universität, die Gründe warum erneut auf 0,5 Mio der Rücklagen zurückgriffen werden muss im Besonderen interessiert, der kann sich gerne mit dem Wirtschaftsplan auseinandersetzen.
Nach weiteren, eher formalen Abstimmungen kam die, vom Fakultätsrat beschlossene, von der Rechtsaufsicht abgesegnete Zulassungsordnung des MES zur Sprache. Hier ein Ausschnitt, zum genießen: § 3
Zulassungskommission
(1) Die Zulassungskommission besteht aus mindestens drei Hochschullehrern, mindestens einem Vertreter der akademischen Mitarbeiter der Fakultät sowie einem Vertreter der Studierenden. Die Zulassungskommission wird vom Fakultätsrat der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät eingesetzt und für mindestens zwei Jahre bestellt. Diese Aufgabe kann jedoch auf Mitglieder des hauptberuflich an der Universität tätigen wissenschaftlichen Personals delegieren können. Den Vorsitz der Zulassungskommission übernimmt ein Hochschullehrer.
(2) (…)

Deutlich ist die Handschrift unterschiedlicher Gremien zu lesen, die sich nicht abgestimmt und über mögliche Änderungsanträge die Grammatik des Absatzes aus den Augen verloren haben. Inhaltlich bestehen weitere Kritikpunkte: Fakultätsrat Wirtschaftswissenschaft, Studierende für zwei Jahre, welche Aufgabe, die angestrebte Professorenmehrheit ist bei Delegation an wissenschaftliche Mitarbeiter auch nur in der Satzung gegeben, überhaupt Mitarbeiter, auch an einen Einzelnen? (mehr…)